FC St.Gallen 1879 vermeldet positiven Corona-Test

Anadirsitio

Das Jahr 2020 steht ganz im Zeichen von Corona – dieses neuartige Virus hat alle Bereiche des täglichen Lebens beeinträchtigt und nachhaltig verändert. Schulen, Theater und Restaurants sind geschlossen, jedoch geht der Großteil der Arbeitnehmer weiter ihrer Tätigkeit nach. Der Profisport findet hinter verschlossenen Türen statt und nur unter strengen Auflagen durch die örtlichen Gesundheitsbehörden. Trotzdem können Infektionen nicht ausgeschlossen werden. Dass es in der Tat bisher nur geringe Zahlen unter beispielsweise Fußballprofis gibt, spricht eindeutig für das Hygienekonzepot, welches hier zur Anwendung kommt.

In der Super League häufen sich die Corona-Fälle, die nach wie vor nur vereinzelt auftreten. Trotzdem sind sie im Alltag der Vereine, die darauf reagieren müssen. Nun hat das Corona-Virus auch also den FC St. Gallen erwischt, genauer: Stürmer Florian Kamberi wurde positiv auf das Virus getestet. Der Club aus der Ostschweiz hat dies am Dienstagmorgen bekannt gegeben. Demzufolge zeigte der Spieler bereits am Sonntag Symptome und wurde umgehend getestet. Das Ergebnis war positiv, worauf sich der 25-jährige in Quarantäne begeben hat. Der Club teilt weiterhin mit, dass es Kamberi gut geht und dass er seit Sonntag keinen Kontakt zur Mannschaft hatte. In Folge dieses positiven Befunds und als reine Vorsichtsmaßnahme, wurden daraufhin alle Spieler sowie der Trainer-Stab getestet – allesamt mit negativem Ergebnis.

Der Club hat sich mit dem Kantonsamtsarzt ausgetauscht und darf weiterhin trainieren, was angesichts des bevorstehenden Spiele der Espen in der Super League gegen Young Boys und den FC Lausanne eine sehr wichtige und vor allem positive Nachricht ist. Denn dadurch können Spielverlegungen vermieden und eine hohe Belastung zu einem anderen Zeitpunkt in der Saison umgangen werden. Es ist dennoch nicht ausgeschlossen, dass weitere positive Testergebnisse folgen und somit die Saison verzerrt wird, weil Spiele abgesagt und verschoben werden – verschoben werde müssen. Dies führt unweigerlich zu der Frage, bis zu welchem Punkt die Liga bereit ist, zu gehen. Angesichts der Einschnitte im Amateursport regt sich auch in der Schweiz der Unmut über die Entscheidung, den Profifußball ohne Rücksicht auf Verluste weiterlaufen zu lassen, während die kleinen Clubs, die ehrenamtlich betrieben werden, sehr wahrscheinlich diesen zweiten lockdown nicht überleben werden. Hier ist in der Zukunft sehr viel Fingerspitzengefühl nötig.

Florian Kamberi stand zuletzt im Spiel gegen den FC Basel (1:3) ab der 68. Minute auf dem Platz. Selbstverständlich hat der FC St. Gallen umgehend den FC Basel sowie die Super League und den Schweizer Fußballverband informiert.

Weitere Auskünfte hat der FC St. Gallen vorerst nicht herausgegeben. Mehr in den News Schweiz.